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Lehren aus der deutschen Geschichte?

Lehren aus der deutschen Geschichte?

  • By Admin
  • 8. September 2021

Zum Nachdenken über das aktuelle geschehen ein Auszug aus dem Buch:

"Täter - Wie aus ganz normalen Menschen Massenmörder werden"

Harald Welzer (2005), S. Fischer Verlag GmbH, ISBN: 3-10-089431-6

Seite 63...

"Wie ist es möglich, dass Veränderungen in Verhaltensnormen, die jedermann für gegeben und gültig hält, in solcher Geschwindigkeit vonstatten gehen können, wie wir es am Beispiel besonders der Frühphase des »Dritten Reiches« beobachten können?
Im Ergebnis bedeuten diese normativen Veränderungen, dass eine Gruppe von Gesellschaftsmitgliedern sukzessive aus dem »Universum der allgemeinen Verbindlichkeit« ausgeschlossen wird, das für die Anderen, die Zugehörigen zur Mehrheitsgesellschaft, nach wie vor in Geltung ist, nun aber exklusiv wird. Dieser Vorgang ist, wie gesagt, die zentrale Voraussetzung für die Entstehung genozidaler Prozesse. Denn die Ausschließung verläuft über die Definition, dass die auszuschließende Gruppe an sich, und das heißt: jedes ihrer Mitglieder, eine Bedrohung für das Wohlergehen und letztlich für die Existenz der Mehrheitsgesellschaft ist - die dann folgerichtig ihr Heil darin erblickt, diese als bedrohlich wahrgenommene Gruppe unschädlich zu machen und, in letzter Konsequenz, zu vernichten. Deshalb geht allen bekannten Vernichtungsprozessen eine Definition der bedrohlichen Gruppe voraus, und dieser Definition schließt sich eine sich beschleunigende soziale, psychologische, materielle und juristische Deklassierung an, die die zunächst nur behauptete Andersartigkeit der ausgeschlossenen Gruppe zunehmend in eine von den Zeitgenossen gestaltete und gefühlte Realität überführt."

Es darf, nein es muss, sich jede und jeder Gedanken darüber machen, was das mit der momentanen Situation und dem sukzessiven Ausschluss bestimmter Teile der Bevölkerung aus dem öffentlichen Leben zu tun hat. Wenn man sich manche Äußerungen von Politiker anhört sind wir über "Wehret den Anfängen" bereits hinaus.

Von wegen Verschwörungstheorie!

Egal ob Massenmigration oder Corona-Krise – Mainstream-Medien, Politiker oder Geheimdienste wollen Oppositionelle kriminalisieren und behaupten, die Kritiker verbreiteten „Verschwörungstheorien“. Das Problem: Viele dieser vermeintlichen Verschwörungstheorien sind längst Realität. Eine Übersicht.

https://www.einprozent.de/blog/recherche/corona-von-wegen-verschwoerungstheorie/2863

Folgender offene Brief von Holocaust-Überlebenden und deren Nachfahren an die Medien soll natürlich nicht unerwähnt bleiben.

Nachdem uns die erschreckende Meldung erreichte, dass die staatlich finanzierten Medien Professor Sucharit Bhakdi als Antisemiten beschuldigt haben, haben wir uns entschlossen, diesen Brief zu schreiben. Wir stehen hinter Professor Bhakdi, weil er die Wahrheit spricht.

Sie, die Medien, haben das Volk jahrelang belogen, indem Sie falsche Lehren aus dem Holocaust gepredigt haben. Das ist nicht die Lehre aus dem Holocaust, dass Juden nicht getötet oder in Frage gestellt werden dürfen. Kein Mensch darf getötet werden!

Die Lehre aus dem Holocaust ist, dass man nicht zusehen und nicht mitmachen darf, wenn eine Minderheit verfolgt wird. Sie haben den Holocaust für das Gegenteil instrumentalisiert: um den Menschen den Willen zu nehmen, sich gegen Unrecht zu wehren. Und auf diese gottlose Weise haben Sie einen neuen Holocaust vorbereitet und sind dabei, ihn umzusetzen.

Wir warnen ausdrücklich davor, dass sich ein weiterer Holocaust entfaltet, nur größer und raffinierter. Die Brutalität, mit der Sie die Opposition sowohl verbal als auch physisch bekämpfen, verleugnen, verletzen und demütigen, dient dazu, die Wahrheit zu unterdrücken. Zerstörte Existenzen, Wohnungsdurchsuchungen, Berufsverbote, Zwangsanweisungen in die Psychiatrie und Schlimmeres – das könnte die Geschichte aus unserem Leben sein, doch ist das die Realität die wir in Deutschland beobachten.

Wir lassen uns nicht zum Schweigen bringen.

https://www.mwgfd.de/offener-brief-holocaustueberlebender-und-nachfahren-an-die-medien/

"Wir sind nicht nur für das verantwortlich, was wir tun, sondern auch für das, was wir widerspruchslos hinnehmen."

Arthur Schopenhauer

Arthur Schopenhauer Portrait by Ludwig Sigismund Ruhl 1815